Evolution

  • Evolution des Lebens auf der Erde



    Betrachten wir die Evolution unseres Planeten (Planetesimalhypothese – Theorie, nach der die Planeten aus kleineren Vorläufern entstanden), wobei dies nicht die einzige Theorie zur Entstehung der Erde ist, die vor ungefähr 4,5 Milliarden Jahren ihren Anfang nahm.


    Planeten und ihre Atmosphären sollten – zumindest ihre Uratmosphäre – die kosmischen Verhältnisse der Elemente widerspiegeln (90% Wasserstoff, 9% Helium, 1% übrige Elemente wie Sauerstoff, Kohlenstoff, Stickstoff usw.). Dies trifft auf die größeren Planeten (Jupiter) zu, wobei für Planeten von der Größe der Erde aufgrund ihrer schwächeren Anziehungskraft angenommen wird, dass sie ihre ursprünglich vom Wasserstoff beherrschten Atmosphären verloren haben. Heute besteht die Erdatmosphäre zu 78% aus Stickstoff, zu 21% Sauerstoff und zu 1% aus anderen Gasen.


    Die Schöpfungsprozesse, die unser Sonnensystem geschaffen haben, beinhalteten Gewalt. So wuchs die Erde durch Meteoriteneinschläge. Und wenn durch die entstehende Atmosphäre die Ozeane, die Krater nicht wieder eingeebnet worden wären, dann würde die Erde ein ähnlich pockennarbiges Äußeres wie der Mond aufweisen. Hinzu kamen größere Umschichtungen im Innern der Erde. Vulkanische Tätigkeiten spien Gase (Methan, Kohlenmonoxid, Ammoniak usw.) aus. Die Gase führten Wasser mit sich, das sich in den Senken sammelte und zu Seen und im weiteren Prozess zu Ozeanen anschwoll. Ultraviolette Sonneneinstrahlung brannte ungehindert auf die junge Erde nieder und bildete den Katalysator für chemische Reaktionen. Die Grundlagen für die Entstehung des Lebens waren vorhanden.


    Die urzeitliche Erde war ein wenig gastfreundlicher Ort. Blitze zuckten hernieder, Vulkane spien giftige Gase. In dieser wasserstoffreichen chemisch ‚reduzierten‘ Atmosphäre, in der kein heutiges Lebewesen auch nur ein paar Minuten überleben könnte, war die Erde genau die Art von Planet, der für die Entstehung von Leben als Paradies angesehen werden kann.


    Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass Leben nur in einer reduzierten Atmosphäre entstehen kann. Nur hier laufen Reaktionen, die zur Bildung solcher ‚präbiologischer‘ Moleküle führen, ab, die als Vorstufe lebendiger Materie gelten, d. h. die Bildung von Nucleotiden und Aminosäuren. Molekularer Sauerstoff wäre zu diesem Zeitpunkt Gift für die auf Kohlenstoff basierenden Molekülen gewesen; er hätte sie zersetzt.Ein weiterer Aspekt, der für die reduzierende Atmosphäre spricht.


    So widersinnig diese Aussagen klingen, nahm die Evolution des Lebens, das letztlich den Menschen hervorbrachte, seinen Anfang in einer sauerstoffreichen ‚oxidierenden‘ Atmosphäre. Genauer gesagt: Die Organismen mussten sich an den giftigen Sauerstoff anpassen. Das Leben muss, um über die Stufe von Organismen mit nur wenigen Zellen hinaus zu gelangen, Sauerstoff atmen können. Der Grund hierfür liegt in der Gegebenheit jener Energieproduktion, auf die ich hier nicht näher eingehen will.


    Die Frage, wann die ersten lebenden Organismen auftraten, hängt natürlich von der Definition von Leben ab. Ein Virus ist nichts anderes als eine Sammlung unbelebter Chemikalien, solange er sich nicht in einer Zelle befindet. Soll Leben jedoch als Fähigkeit definiert werden, das sich chemische Bausteine zur Reproduktion nutzbar machen kann, dann wird der Virus erst belebt, wenn er in die Zelle eines höheren Organismus eindringt. Wissenschaftler definieren Leben heute als ein sich selbst reproduzierendes System.


    Kein Zweifel besteht, dass nach etwas mehr als einer Milliarde Jahre nach der Entstehung der Erde, bereits mikroskopisch kleine einzellige Organismen existierten, welche den Bakterien ähnelten. Entdeckungen in Südafrika bestätigen das.


    Der nächste Sprung von Zellen zu Zellkernen, den sogenannten eukaryotischen Zellen und im Verlauf der weiteren Entwicklung zu vielzelligen Organismen, benötigte ca. zwei Milliarden Jahre. Daraus wurde gefolgert, dass der Übergang von nicht-biologisch-organischer ( kohlenstoffhaltiger Materie) zu einfachem Leben problemloser vonstatten ging als die nächste Stufe zu den einzelligen Bakterien und Vielzellern.


    Natürlich kann diese Theorie sich als Illusion herausstellen, denn die geschichtlichen Funde der ersten Jahrmilliarden in Bezug auf das Leben sind durch geologische Aktivitäten (Umschichtungen, Vulkanausbrüche usw.) restlos vom Erdboden getilgt worden. Hinzu kommt der Umstand, dass die ersten Lebensformen vermutlich weichzellige Bakterien darstellten, die keine fossilen Zeugnisse hinterließen.


    Von diesem Zeitpunkt begann das Rad des Lebens beständig schneller zu rotieren. Aus der ersten Zelle entwickelten sich Vielzeller; anschließend Krebstiere, Fische, die ersten mit einer Wirbelsäule ausgestatteten Tiere und letztlich der Mensch. Unser frühester Vorfahre war ein Zelltyp, der gelernt hatte, Sauerstoff statt Sonnenlicht für die Energieproduktion nutzbar zu machen. Es war folglich keine Mikrobe oder pflanzenähnliche Zelle.


    Vor 400 Millionen Jahren begannen Blaualgen das Land zu erobern, indem sie mühsam in den Schlammebenen der Bäche und Flüsse um ihr Dasein kämpften. Meeresgräser und Tang folgten. Das Leben hatte seine geschützte Region, das Meer, verlassen. Die Invasion des Landes nahm seinen Lauf.


    Über 3,5 Milliarden Jahre mussten bis zu diesem Zeitpunkt vergehen. Weshalb? Zum Einen war die urweltliche Erde in brütende Hitze getaucht (70° C, die erst vor ca. 1,2 Milliarden Jahre auf 50° abkühlte, und bis dahin jede Bildung von komplizierten Zellen verhindert hätte) und zum Zweiten benötigte der Ozean selbst eine Milliarde Jahre, ehe er soweit abgekühlt und mit Sauerstoff gesättigt war, dass komplexe Zellen mit Kern entstehen konnten.


    Jetzt allerdings wurde mit der Fotosynthese der Atmosphäre erstmals Sauerstoff zugeführt, und damit erwiesen sich die eukaryontischen Zellen den Bakterien überlegen; sie waren durch Nutzung des freien Sauerstoffs besser ausgestattet. Sie steigerten durch den Gebrauch ihre Energieproduktion um das 19-fache. Dieser Fortschritt förderte die Entwicklung höherer Lebewesen (Trilobiten und andere bewegungsarme Organismen: Brachiopoden).


    Es folgte eine Zeit (Ordovizium), in der sich wirbellose Lebewesen verbreiteten: Meerestiere mit mineralisierten Skeletten und Schalen, Cephalopoden und Mollusken, ebenso Seesterne und Korallen, und es tauchten die ersten Vorfahren der Fische auf. Sie blieben in den Meeren, bis der Sauerstoffgehalt dicht genug war, um vor der tödlichen Sonnenstrahlung zu schützen.


    Dann, wie oben beschrieben, vor 400 Millionen Jahren, wurde der erste Brückenkopf an Land errichtet. Neue Eigenschaften mussten ausgebildet werden. Es musste zuvor eine feste Haut gebildet werden. Primitive Pflanzen entwickelten endständige und laterale Organe, die Sporen.


    Die ersten tierischen Siedler waren vermutlich Skorpione (Anthropoden), zu denen auch Krebse und Insekten gehörten. Der Vorfahre der Landwirbeltiere war der Fisch. Im Verlauf der Devon/Karbon-Zeit wurden die Süßwassergebiete seicht und sauerstoffarm. Während andere blieben, wo sie waren, kehrten andere ins Meer zurück. Sie veränderten ihre Lungen in hydrostatisch nutzbare Schwimmblasen.


    Die an Land Zurückgebliebenen kämpften sich auf dem Grund von Tümpeln von einem Wasserplatz zum nächsten, wobei sie Luft schlucken mussten und darin eine immer größere Fertigkeit erlangten. Schrittweise wurden sie zu Amphibien, kurzschwänzigen Alligatoren.


    Vor 270 Millionen Jahren kam der große Abschied vom Meer. In ihm vollzog sich der Übergang vom vierfüßigen Amphib zum Reptil: kräftige Beine, stärkere Herzen und Lungen, Entwicklung von Eiern mit harter Schale, abgeschlossene Kapseln, die Nahrung in Form von Dotter und Eiweiß enthielten.


    Im Gegensatz zu den Amphibien wurden die Reptilieneier im Körper des Weibchen befruchtet und waren von einer Fruchtblase (Amnion) umgeben. Die menschliche Fortpflanzung beruht gleichsam auf diesem Prinzip. Die Nährflüssigkeit erinnert an das salzige Meer und es enthält sogar einen kleinen Dottersack.


    Vor 200 Millionen Jahren wurde das Klima wüstenähnlicher. Estauchten die ersten Dinosaurier auf. Gleichzeitig war es eine Epoche großer geologischer Umwälzungen. Verschiedene eigenständige Lebensbereiche entstanden, in denen die Bewohner unter verschiedenen Bedingungen trotzdem Ähnlichkeiten herausbildeten, während auf der anderen Seite unter gleichen Voraussetzungen Gegensätzliches entstand, was den Reichtum der Möglichkeiten erahnen lässt, der dem Leben zur Verfügung stand.


    Fassen wir kurz zusammen: Nachdem das Planetensystem entstanden und die Erdkruste erkaltet war, begann der Aufbau einer urzeitlichen Atmosphäre. Außerdem entstanden Seen und Ozeane. In der Zeit bis 3,5 Milliarden Jahre vor unserer Zeitrechnung entstand das erste zellenlose Leben, gefolgt von Blaualgen, den ältesten Fossilen. Bis eine Milliarde vor Chr. Geburt beherrschten faserartige grüne Algen die Erde, bevor am Ende dieser Zeitspanne sich das Geschlecht entwickelte.


    Ab diesem Zeitpunkt trat eine beschleunigte Evolution auf (aufgrund der Interaktion mit dem Seinsfeld). Die ersten Vielzeller tauchten auf, in deren Gefolge Reptilien, Fische und Wirbeltiere die Erde zu bevölkern begannen. Einen ersten Höhepunkt fand die Entwicklung in den riesigen Dinosauriern, nach deren Aussterben der Weg für die Säugetiere frei wurde, zu denen letztlich auch der Mensch zählt.


    Betrachten wir die Zeit von der Entstehung unseres Sonnensystems bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Mensch Bewusstsein erlangte und legen wir als Maßstab einen Tag zugrunde, dann tauchte der heute lebende moderne mit Selbstbewusstsein ausgestattete Mensch erst Sekunden vor Mitternacht auf.


    Kehren wir zu den Gründen der Zweifler der Evolutionstheorie zurück, die darin gründen, dass sie zwar zu erklären versucht, wie Organismen sich entwickeln bzw. in der Vergangenheit entwickelt haben, aber die Erklärung schuldig bleibt, weshalb sie sich überhaupt entwickelt haben.


    Hinzu kommen die sogenannten Evolutionssprünge, welche heute nicht mehr nachvollzogen werden können. Die Biologie beschäftigt sich mit lebenden Organismen. Ihr Material ist eben kein in Experimenten kontrollierbares und beliebig reduzierbares, sondern einmalig, individuell und nach gängigen Wissenschaftskriterien nicht falsifizierbar.


    Für Monod ist die Wahrscheinlichkeit der Entstehung des Lebens so gering, dass sie für ihn ein singuläres Ereignis (Zufallsprozess) darstellt, der sich im gesamten Universum nicht wiederholt hat. Er vertrat die Ansicht, dass der Zufall – Auftreten von Mutationen und der Selektion – die natürliche Auslese regeln. Ich selbst halte die Rolle des Zufalls bei der Entwicklung des Lebens (neo-darwinistische Tradition) für weit überschätzt und schließe mich in dieser Auffassung zahlreichen Biologen an, die die Evolution als gelenkte Evolution sehen.


    Dawkins, um eine weitere Meinung vorzustellen, vertritt die These, dass nicht das Individuum oder die Art von Interesse ist, sondern das Gen, die Erbeinheit.


    Aus diesen Gründen vermuten Wissenschaftler wie Tayler, dass die Theorie der natürlichen Auslese nicht genügt, um die Evolution zur Gänze zu erklären. Sie halten deshalb die Möglichkeit einer lenkenden Kraft für realistisch. Cramer führt hierzu an, dass bei Proteinen ein falsches Glied in der Kette den Phänotyp unbrauchbar macht. Die Präzision dafür liegt bei 1000:1. Der Grad der Ordnung der Makromoleküle ist allein auf der Basis von aus uranfänglichen Sequenzen durch natürliche Auslese entwickelten genetischen Steuerungen nicht erklärbar.


    Die zufällige Entstehung von biologischer Information z.B. bei der spontanen Synthese eines DNS-Moleküls ist so unwahrscheinlich, dass es selbst bei der Größe unseres Universums bis heute nicht hätte entstehen dürfen.


    Andere argumentieren mit plötzlichen strukturellen Umwandlungen, die auftraten, dem Fehlen von Fossilien, das mysteriöse Aussterben vieler Arten, die Variation und die Geschwindigkeit, mit der die Evolution bisher verlief usw.. Es ließen sich noch viele Ungereimtheiten auflisten, um der Evolution ein neues Kleid überstreifen zu können und mit der eine lenkende Kraft oder, wie bereits mehrfach zitiert, Sheldrakes morphische Felder ins Spiel zu bringen.


    Der kurze Exkurs in die Biologie soll demonstrieren, wie schnell Theorien mit Hypothesen ins richtige Licht gerückt werden, wobei sie selbst das zu Beweisende schuldig bleiben. Als Beispiel möchte ich erneut die morphischen Felder heranziehen. Sie sollen bewerkstelligen, wozu die Evolution (Entwicklung der materiellen Realität) nicht in der Lage sein soll. Die morphischen Felder selbst unterliegen der Evolution, besitzen eine Art Gedächtnis und sind für die Vererbung erworbener Eigenschaften verantwortlich. Weshalb ein Feld postulieren, das für die Entwicklung der Arten von wesentlicher Bedeutung sein soll, anstatt diese Fähigkeit diesen selbst zuzuschreiben? Ich bin der Meinung, dass der Mensch - und heutige Wissenschaftler möchte ich davon nicht ausnehmen - die Zeitspanne vom Big Bang bis heute unterschätzen, bzw. die Möglichkeiten anhand von Wahrscheinlichkeiten ausdrücken, die nur im Mittel verwertbare Daten liefern und nichts über den Zufall aussagen, der die Ereignisse auch weit außerhalb jeder vernünftigen Statistik verwirklicht.


    Sollte jetzt der Eindruck entstanden sein, dass ich die morphischen Feldtheorie Sheldrakes für eine These ohne Wert betrachte, der irrt. Der weitere Verlauf der Schrift wird zeigen, dass morphische Felder Strukturen des umfassenderen Seinsfeldes sind. Das von mir postulierte Lebensfeld (siehe weiter unten), beeinflusst in ähnlicher Weise die Entwicklung der Arten.


    Über einen langen Zeitraum hinweg fungierte das Seinsfeld als reiner Gedächtnisspeicher, in das sich die Entwicklung des Universums einprägte. Mit dem Beginn des Lebens, der Organisation desselben zu immer komplexeren (geordneten) Strukturen (Organismen) kam es auch im Seinsfeld zu für das Leben spürbaren Veränderungen.


    Informationen wurden gespeichert, vererbt und nur die, welche das Überleben sicherten und zum Fortbestand der Art beitrugen, wurden weitervererbt, während die übrigen in Vergessenheit gerieten. Mit der Zunahme an Daten (erlernten Verhaltensweisen) wurde es notwendig, eine neue Art von Gedächtnisspeicher in dem aufstrebenden Leben zu integrieren. Die Speicherung von Information ist die größte Leistung der Evolution und mit keinem anderen Ereignis in seiner bis heute andauernden erfolgreichen Geschichte vergleichbar.


    Mit der Entwicklung des Gedächtnisses ergaben sich für die Arten völlig neue Möglichkeiten. Nicht nur, dass die Umwelt wahrgenommen und auf sie reagiert werden konnte, so ermöglichte die Erinnerung gegebene Situationen einzuschätzen und entsprechend darauf zu reagieren. Jetzt genügte ein Rascheln im Untergrund, um die Aufmerksamkeit zu fokussieren und mögliche Ursachen in Form von Bildern und Reflexen bereit zu stellen.


    Wir müssen an dieser Stelle nicht die gesamte Evolution, soweit wir sie kennen, wiederholen. Wichtig für die Entwicklung des Seinsfeldes und seine Interaktion mit den in der materiellen Realität verwirklichten Arten, ist die Hervorbringung von Gedächtnis, von unbewusstem Sein.


    Wie formuliert es Jung? ‚Der Geisthauch, der über das dunkle Wasser huscht, ist aber unheimlich, wie alles, dessen Ursachen wir nicht kennen‘. Damit versuchte er die unsichtbare Präsenz zum Ausdruck zu bringen, dieses Numen, dem kein Mensch Leben verliehen hat. Es lebt aus sich heraus. Und ein Schauer überfällt uns heute, weil Geist stets nur das eine für uns bedeutet, welches er selbst vollbringt.


    Das unbewusste Sein, aus Notwendigkeit und Effektivität geboren, um das Sein gegen die Übermacht an Lebensfeindlichem zu bewahren, flößt uns bis heute Furcht ein. Wir versuchen, es in Worte zu kleiden, es zu erkennen, um uns selbst zu finden. Wir wollen wissen, was nach dem Tode mit uns geschieht in dieser grenzenlosen Weite der Unbestimmtheit. Jung: ‚Es ist die Welt des Wassers (Seinsfeld), in der alles Lebendige suspendiert schwebt, wo ich untrennbar dieses und jenes bin, wo ich den anderen in mir erlebe und umgekehrt‘.


    Das Seinsfeld und das Leben der materiellen Realität bilden eine Einheit, die nicht auseinander dividiert werden kann. Sie interagieren miteinander, und bis in die heutige Zeit (von wenigen Ausnahmen abgesehen) ist nur ein Ahnen des Seinsfeldes für uns möglich. Seit Tausenden von Jahren versucht der Mensch, das unbestimmte Gefühl, diese numinose Präsenz in Worte zu fassen, und es gibt kaum ein Bereich menschlichen Wirkens, in dem sie bei genauerer Betrachtung nicht sichtbar oder fühlbar wird.


    Verinnerlichen wir uns nur die Höhlenmalereien, die ersten Tonfiguren, so sehen wir in diesen Zeugnissen frühester Kunst die Suche bzw. die Darstellung der Realität sowohl des Sichtbaren als auch des Unsichtbaren. Zugleich bildeten die Bilder und Figuren magischen Schutz gegen das unheimlich Lebendige der Seelentiefe (unbewusste Wahrnehmung des Seinsfeldes). Bereits zu dieser Zeit wurden die Bilder des Unbewussten (des persönlichen wie des kollektiven Unbewussten) in schützenden und heilenden Ritualen ausgedrückt; ein Zeichen für den kosmischen außerseelischen Bereich.


    Die mystische Sichtweise der Natur nahm dort ihren Anfang, das Selbst manifestierte sich in der Außenwelt, den Bereichen der Götter, Geister und Dämonen. So trat der Mensch in den unbewussten Dialog mit der Realität und zugleich mit dem Seinsfeld ein.


    Geist, ob unbewusst oder in bewusster Form des Ichs, ist stets von der Wahrnehmung des Seinsfeldes durchweht. In jedem Gedanken, jedem Bild, jeder Handlung schwingt es mit und drückt so der materiellen Realität seinen Stempel auf, wie auch diese in das Seinsfeld eingeprägt wird.
    Die Suche nach dem Seinsfeld, das Begründen des Unbekannten, welches mehr geahnt als gefühlt wurde und in Worten nicht oder nur unzureichend zu beschreiben ist, führte zu den uns heute bekannten Weltbildern (Sichtweisen der Natur). Der Glaube an Götter (Gott, die Dreifaltigkeit) stellte einen ersten Versuch dar, dieses Unbekannte in Worte zu kleiden und damit einem Verständnis zuzuführen; es in die materielle Realität zu integrieren.
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