Mein Weg I

  • Mein Weg I


    ‘Mein Weg’ begann mit Hoimar von Ditfurths Buch ‘Im Anfang war der Wasserstoff’; er entzündete damit meine Neugier und begründete die Suche nach dem ‘Warum’ des Kosmos. Wenn wir an dieser Stelle von Leidenschaften sprechen wollen, dann sind nachfolgende für die vorliegende Abhandlung verantwortlich:

    • Kosmologie – die Relativitätstheorien, die Quantenphysik und deren Seltsamkeiten;


    • Philosophie – Vorsokratiker, Plotin, Kant, um nur einige zu nennen, die Mythen der Völker und ihre Mystik;


    • Moderne Wissenschaft – Psychologie, Neurowissenschaft, aber auch Nahtoderlebnisse und die Parapsychologie;


    • Schriftstellerische Tätigkeit – Romane, Theaterstücke, Sachbücher.

    Friedrich Nietzsche gelangte in der Zeit vor seinem Zusammenbruch zu der Erkenntnis: ‘Eigentlich habe ich immer von mir geschrieben’. Mit anderen Worten: Schreiben war und ist Dialog des ‘Ich bin’ mit dem es Bedingenden. Wie ist das zu verstehen? Beweggrund für eine Arbeit ist entweder eine Idee (Roman) oder eine Thematik (Sachbuch), die, nach mehr oder weniger umfassender Recherche niedergeschrieben wird. Im Vordergrund des Romans steht die Idee, Handlung usw., und ich bin der Überzeugung, dass im Verlauf der Niederschrift bei jedem Autor unbewusste Inhalte einfließen. In welchem Umfang, hängt von der Akribie ab, mit der er die Sätze konstruiert. Dennoch offenbart, sofern man sich die Mühe macht, jeder Roman oder Text Strukturen, die die Vergangenheit ins Licht der Wahrnehmung des ‘Ich bin’ treten lassen. Betrachten wir in diesem Zusammenhang die Märchen der Völker, ihre Mythen und die daraus erschlossene Mystik, so wird ein Weg erkennbar, wie die Vergangenheit im Jetzt aus dem Dunkel tritt. Diese aufschlussreiche Lesart ist verloren gegangen und wird heute überwiegend von Psychiatern zur Behandlung ihrer Patienten benutzt.
    Bevor mein ‘Ich bin’ berichtet, wie es seine Lesart des Kosmos gefunden hat, ein paar Worte zu den eigenen Schriften, welche als Auslöser angesehen werden können. Es beginnt – wie fast immer – am Anfang oder in der Jugendzeit, mit Gedichten, Kurzgeschichten oder dem Führen eines Tagebuchs. Zumeist verlieren sich die schriftstellerischen Ambitionen nach der Pubertät, sie werden von anderen Interessen abgelöst. Analysiere ich meine Schriften unter diesem Aspekt, so kristallisieren sich Strukturen heraus, die sich bereits in den ersten Texten finden und im Verlauf der Jahre lediglich präziser gefasst wurden (präziser gefasst bedeutet: Reduktion auf grundlegende Strukturen; das Wesen des Kosmos). Ein Beispiel: Die ersten, tastenden Versuche, geprägt – als Science-Fiction-Fan – von fantastischen Motiven, berichten von einem Helden, der wiedergeboren wird, vielfältige Ebenen erkundet und Wandlung erfährt. Kurz gesagt: Die ersten Romane sind übervoll an mythologischem Material, welches mir zu diesem Zeitpunkt, zumindest nicht im ‘Ich bin’ als Wahrnehmung, zur Verfügung stand. Wenn ich heute die vielfältigen Ebenen näher betrachte, dann beherbergen sie eine Vielzahl an Wesen, die, wie sie selbst, dem Wandel und damit der Entwicklung unterworfen sind. Ein Teil der Ebenen ging aus den ursprünglichen Ebenen hervor und stets kulminierte die Handlung bzw. die Suche des Helden in der Erkenntnis der Wahrheit. Die Helden selbst sind – Analytiker aufgepasst – kaum mehr als Handlanger eines Prozesses, der ihr Tun bedingt, weil sie Teilhabe an ihm haben.
    Die anfänglichen Ebenen verdichteten sich – unter dem Einfluss der Literatur – zu Strukturen und führten auf zwei Wegen zu einer ersten Erkenntnis, der hier vorgestellten Lesart des Kosmos. In einem späteren Jetzt, das über eine umfassendere Wahrnehmung verfügte, näherten sich die Wege an, verliefen eine Zeit lang parallel, wandelten sich gegenseitig, bis sie in dieser Abhandlung zur Einheit verschmolzen. Versuchen wir einen gerafften Überblick, der zumindest einen kleinen Eindruck davon vermitteln soll, wie das Wesen des Kosmos im ‘Ich bin’ zur Wahrnehmung gelangte.
    Am Anfang stand stets das Eine, ein Urgrund, der das Sein bedingte. Das Eine, ob Urgrund, Gott oder Prinzip, unterlag selbst der Entwicklung, war vergänglich und es blieb die Erinnerung als eine Vergangenheit. Der Held, als Handlanger des ihm unbekannten Schicksals, war Suchender; unterwegs im Dunkel fremder Länder, die synonym für seine Vergangenheit standen und die er im Bestehen und Überstehen von Kämpfen, erkundete. Der rote Faden ist die Bewusstwerdung des Helden; er ist der Lichtbringer, der die Dunkelheit erhellt, sie in der Wahrnehmung erscheinen lässt. Die Ebenen wandelten sich zu Strukturen, deren Entwicklung zu der des Helden parallel verlief, und die mit der umfassenden Wahrnehmung ihrer selbst zur umfassenden Einheit aufgelöst wurden.
    Zwei Begriffe sind zum Verständnis notwendig:

    • Lebensfeld – es umfasst das ‘Ich bin’ in seiner Gesamtheit von der Zeugung bis zum Tod. Es bleibt bestehen und wirkt im Seinsfeld fort.


    • ‘Seinsfeld’ – es umfasst den spirituellen Teil des Kosmos, die Lebensfelder des ‘Ich bin’ sowie die Gesamtheit der Vergangenheit.

    Das Seinsfeld bewahrte somit die Vergangenheit der materiellen Realität wie seine eigene Vergangenheit. Der Unterschied in dieser Sichtweise zur jetzigen liegt in ihrer Getrenntheit. Die materielle Realität ist nicht nur dem Wandel unterworfen, sie ist im Gegensatz zum Seinsfeld vergänglich. Dieses bewahrt nicht nur die Vergangenheit der materiellen Realität – wie eine Festplatte Daten speichert –, sondern es wirkt dort als Entität fort. Mit anderen Worten: Beide – Lebensfeld und Seinsfeld – beeinflussen sich gegenseitig, und der Mensch als ‘Ich bin’ nimmt beide Realitäten wahr. Neugierigen empfehle ich das Buch ‘Meta-Realität und Bewusstsein’.
    Das umfassende ‘Gewahrwerden’ des Seinsfeldes führte – in einer Art Weckruf – zu einem späteren Jetzt des ‘Ich bin’ des Autors, zu der in dieser Abhandlung beschriebenen Sichtweise. Materielle und spirituelle Realität mussten aufgrund der Tatsache, dass der Kosmos ‘Eins’ ist, zwei Seiten derselben Medaille oder Einheit einer Zweiheit sein. Das Seinsfeld symbolisierte de facto bereits das Wesen des Kosmos und die Entwicklung zum ‘Ich bin’, als Einheit einer Entität, die Ausdruck des Wesens des Kosmos ist, die in ihrer weiteren Entwicklung zum umfassenden Wissen, der vollständigen Wahrnehmung seines Wesens, strebt.
    Der Held, als Handlanger des Schicksals, ist das ‘Ich bin’, der Lichtbringer, als Beobachter der Vergangenheit, der die Dunkelheit erhellt, indem ihm die Vergangenheit in der Wahrnehmung erscheint. Er hat Teilhabe am Wesen des Kosmos, an dessen Entwicklung; er ist ‘Nicht-Eins’ und ‘Eins’ in zweifacher Beziehung und das ist sein Schicksal.
    Die Lesart des Kosmos, wie es die Vergangenheit in meinem ‘Ich bin’ zur Wahrnehmung bringt, basiert auf Strukturen, die – in umfassendere Einheiten aufgelöst – jenes Tun des ‘Ich bin’ bedingen, dessen Produkt diese Schrift ist. Welche Vergangenheit und welches Bewirkt-Werden in der Summe explizit den Wandel bedingte, bleibt dem ‘Ich bin’ größtenteils verborgen. Sein Tun ist stets Ausdruck des Wandels.
    In der Hoffnung, die Entwicklung des hier Gesagten dem Leser zumindest mit ‘Mein Weg’ ein wenig nähergebracht und damit sein Verständnis in Bezug auf das Wesen des Kosmos erleichtert zu haben, beende ich im ‘Jetzt’ diese Schrift und überlasse den interessierten Leser seinem ‘Ich bin’ und dessen Neugier.

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